Tina auf der Transalp

Bevor wir unsere Reise zum Nordkap antraten hatte mir meine Frau (im weiteren Verlauf nur noch Tina genannt) beiläufig mitgeteilt, dass sie sich entschieden hat nach dem Urlaub mal mit aufs Motorrad zu steigen.

Dazu muß ich sagen, dass wir seit 33 Jahren verheiratet sind und ich in dieser Zeit vergeblich versucht habe sie dazu zu überreden.

Ich tat diese Zusage mit einem ungläubigen " ja ja " ab. ( Tina meint immer " ja ja" heist: "Leck mich am A....")

Jedenfalls habe ich mir während der Tour keine Gedanken darüber gemacht, ob sie das nun ernst gemeint hat oder nicht.

Am 5. Juli ( drei Tage nach ihrem 56. Geburtstag) habe ich ihr dann keine Wahl mehr gelassen.

Den Helm vom Schwiegersohn geliehen. Jacke, Hose und Stiefel passten zum Glück halbwegs von mir.

Und dann ab aufs Moped.

Erstmal die längste verfügbare gerade Strasse zum eingewöhnen und das schön langsam.

Aber auch die längste Gerade geht irgend wann zu Ende und wir fuhren (schön langsam) durch die ersten Kurven in Beyenburg und durchs Ülfetal.

Die Bilder sind vom ersten Stop am Ülfebad.

Die erste gemeinsame Ausfahrt
Die erste gemeinsame Ausfahrt 
Die erste gemeinsame Ausfahrt
Die erste gemeinsame Ausfahrt


Von da aus über Radevormwald, Hückeswagen und Bergischborn nach Hause.

Wir meinten dass diese ca. 50 km für die erste Tour reichen.

Tina´s erster Kommentar als wir zu Hause auf dem Sofa saßen: " Und wo fahren wir Morgen hin?"

Am nächsten Tag ein kurzer Ausflug nach Bergisch Gladbach wo wir bei Livemusik der Kölschrockband "Veedel Vüür" in einem Biergarten den schönen Tag ausklingen liessen.

Am Freitag saß ich nach der Arbeit am PC, als Tina mich fragte ob wir nicht noch ne Runde fahren können.

 

Na klar, einfach mal zur Bevertalsperre, zum Motorradtreff an der Staumauer.

 

Am Samstag waren wir dann erstmal bei  LOUIS   und haben Helm Jacke und Handschuhe gekauft. Jetzt fehlt nur noch eine Hose, aber die folgt auch bald.

 

Am Sonntag dann die erste größere Tour: Nach Kürten ins Landhaus Fuchs, nach Schloss Gimborn und zur Aggertalsperre.

Da waren dann auch schon recht anspruchsvolle Straßen dabei und ich habe das Tempo kontinuierlich gesteigert.

Am Abend dann wieder ein Kommentar den ich nicht erwartet habe. " Eigentlich war es ja schön!"

Jedenfalls bin ich jetzt total froh, dass ich nicht mehr bei jeder kleinen Tour ein schlechtes Gewissen haben muß, weil Tina alleine zu Hause sitzt und wir waren am letzten Wochenende beide enttäuscht, über das bescheidene Wetter, das uns an einer Ausfahrt gehindert hat.

Ich überlege zur Zeit was das größere Erlebnis für mich war, die Nordkaptour, oder Tina auf dem Moped.





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Frank( frank-roland-hoehnet-online.de ), 05.04.2009 um 04:33 (UTC):
Hallo Bernd,
die Meine (Erika, 55 J.) machte kürzlich die Ansage, mit mir auf der Kuh zu ihrem Bruder an den Bodensee fahren zu wollen.
Ich war ganz baff. Nun - in riesiger Vorfreude darauf, hat sie ihre Ausrüstung komplett bekommen. Auf dem Rossfeld waren wir mit geliehener Ausrüstung der Tochter. Für Erika eine Qual, Brille im Helm, Schuhe zu klein, usw., nun wird es gehen.
Bisher hat sie sich immer mit den Enkeln beschäftigt wenn Opa unterwegs war. Ich freue mich und werde dir/euch berichten.
Gruß Frank



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